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Nachhaltiges Shoppen: Mit gutem Gewissen online einkaufen

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Onlineshopping macht Spaß, ist bequem, spart Zeit und oftmals auch noch Geld. Doch nachdem immer mehr Verbraucher bei alltäglichen Einkäufen auf die Nachhaltigkeit achten, werden auch beim Klick auf den Bestell-Button Überlegungen laut: Passen Onlineshopping und Nachhaltigkeit eigentlich zusammen? Wie kann ich selbst sicherstellen, dass ich nachhaltig einkaufe? Wer mit gutem Gewissen (für sich und die Umwelt) online einkaufen will, sollte die folgenden Tipps unbedingt beachten.

Tipp 1 – Den richtigen Online-Shop auswählen

Die Wahl des Shops entscheidet maßgeblich über die Nachhaltigkeit des Einkaufs. Die meisten suchen den Shop anhand des Preises aus, doch sollte dieser Vergleich mit einem Check des Händlers einhergehen:

  • Produktion – wo produziert der Händler die Ware? Das Label allein zählt nicht, denn eine Bio-Jeans, die in Pakistan gefertigt wird, hat dennoch eine schlechte Ökobilanz. Es sollte immer auf regionale oder wenigstens eine europäische Herstellung geachtet werden.
  • Label – an welche Bündnisse ist der Shop angeschlossen? Engagiert sich der Händler in nachhaltigen Projekten?

Auch die Wahl der Suchmaschine kann schon nachhaltiger sein. Einige Suchmaschinen, wie zum Beispiel ecosia.de spenden Teile ihrer Einnahmen an nachhaltige Einrichtungen und Projekte.

Nachhaltig online einkaufen

Tipp 2 – Geschickt einkaufen

Wer hat es nicht schon erlebt? Es wurden vier Teile bestellt, sie kommen auch alle zeitgleich an. Doch anstatt, dass der Bote einen Karton überreicht, werden vier Einzellieferungen übergeben. Natürlich befinden sich in allen Kartons nicht nur die Produkte, sondern Füllmaterialien und viel Luft. Das lässt sich verhindern:

  • Den Einkauf im voraus planen – generell sollten Einkäufe zusammengelegt werden, wenn das möglich ist. Mittlerweile verbünden sich übrigens immer mehr Shops miteinander und stellen einen gemeinsamen Service zur Verfügung: Kauft der Kunde in Shop A beispielsweise einen Schal, so kann er direkt aus dem Bestellverfahren noch im angeschlossen Shop Marmelade und in Shop Nummer 3 Dekoartikel erwerben. Die Händler sammeln diese Bestellungen und versenden sie schließlich zusammen in einem Paket.
  • Einkäufe zusammenlegen – viele Shops bieten die Option, Einkäufe zusammenzulegen, sodass früher lieferbare Produkte nicht einzeln verschickt werden.

Es kommen immer mehr Lösungen ins Netz. Doch auch im eigenen Umfeld lässt sich vieles ändern, denn fast immer gibt es mehrere Personen, die bei einem Händler shoppen. Warum sollten diese Einkäufe nicht in einer Sammelbestellung zusammengefasst werden?

Tipp 3 – Auf Retouren verzichten

Leider hat sich eine Marotte eingebürgert. Hosen, Schuhe und andere Teile werden gleich in mehreren Größen geordert, denn ein Teil wird schon passen. Der Rest wird zurückgeschickt. Dass diese Form des Einkaufens nicht nachhaltig ist, ist klar. Daher:

  • Angaben genau lesen – die meisten Händler geben ganz klare Größenangaben und bieten oft sogar Maßtabellen an.
  • Kundenmeinungen lesen – gerade bei Kleidungsstücken helfen Kundenmeinungen. Schreiben mehrere Kunden, dass die Schuhe kleiner ausfallen und man eine Größe größer bestellen sollte, so ist dieser Ratschlag anzunehmen.
  • Weitergabe – natürlich kann immer mal ein Kleidungsstück nicht passen. Doch da die Rücksendefrist recht kulant ist, sollte vorab immer im Freundeskreis nachgefragt werden. Vielleicht passt der Freundin die Hose, die einem selbst eine halbe Nummer zu groß ist? Anonsten gibt es auch verschiedene Online-Anbieter, die Kleidung im gekauften Zustand ankaufen. So zum Beispiel auch momox fashion, wo man den Artikel nur eingeben muss und schon einen festen Ankaufspreis erhält.

Echte Retouren, also defekte Ware oder Fehllieferungen, dürfen natürlich zurückgesandt werden. Es geht in erster Linie über diese Umkleidekabinen-Einkäufe, bei denen alles in den Warenkorb gelegt wird, was normalerweise mit in die Umkleidekabine käme.

Tipp 4 – Nachhaltige Verpackungen wählen

Sie lassen sich nicht vermeiden, doch gibt es viele Händler mit wunderbaren Ideen. Sie alle bieten nachhaltige Verpackungen:

  • Gebrauchte Verpackungen – manche Shops bitten nicht nur ihre Kunden, Kartons und Füllmaterial wieder zurückzusenden, sie kaufen auch gezielt gebrauchte Verpackungen an.
  • Mehrweg-Verpackungen – gerade im Lebensmittelbereich sind die stabilen Boxen gefragt. Sie können sogar die Waren kühl halten. Ähnliche Boxen gibt es aber auch für andere Bereiche. Der Kunde zahlt Pfand auf die Box und kann diese nach dem Erhalt wieder abgeben.
  • Füllmaterial – Styropor und Luftbeutel sind absolut nicht mehr nötig. Nachhaltige Händler setzen auf Stroh, Popcorn (ungesüßt) und weitere natürliche Füllmaterialien.

Nachhaltige Händler erklären auf ihrer Homepage genau, welche Schritte sie in Bezug auf die Verpackung und Füllmaterialien unternehmen. Oft kann der Kunde bei der Bestellung auch gezielt angeben, welche Variante er bevorzugt.

Tipp 5 – Auf die Lieferung achten

Die Lieferung zum Kunden ist praktisch, doch nicht wirklich nachhaltig. Das lässt sich natürlich nicht ändern, doch können Käufer gezielt einen umweltschonenden Fahrdienst auswählen. Welcher Fahrdienst fährt in der eigenen Region überwiegend elektrisch?

Auch die Nutzung einer Packstation ist sinnvoll, denn Leerfahrten oder gar Neuzustellungen werden verhindert.

Besonders nachhaltig ist übrigens eine Lösung, die in München startete und mittlerweile häufiger angeboten werden. Ein Start-Up öffnete eine Packstation für Onlinebestellungen. Kunden konnten diese Adresse angeben. Zugleich schlossen sich lokale Händler an, bei denen Kunden nun einkaufen konnten. Der Clou: Diese Einkäufe wurden ebenfalls in die Packstation gebracht und dort aufbewahrt, bis das Paket abgeholt wurde. Der Kunde zahlte vor Ort die Einkäufe und musste nicht einmal mehr Lebensmittel besorgen. Die Kühlung der Waren wurde selbstverständlich sichergestellt.

Tipp 6 – Auf die Qualität achten

Grundsätzlich ist es sinnvoll, möglichst viel gebraucht zu erwerben oder zu tauschen. Viele Apps erleichtern das Second-Hand-Geschäft online und auch auf Plattformen werden gebrauchte Artikel angeboten – darunter auch der Online-Shop medimops.de, wo man gebrauchte Bücher, CDs und Filme günstig kaufen kann.

Dennoch ist es natürlich hin und wieder notwendig, etwas neu zu erwerben. Nun gilt, nicht allein auf das Label zu achten, sondern gezielt auf die Qualität. Gerade langlebige Kleidungstücke sind wesentlich nachhaltiger als günstige Stücke, die nur eine Saison überstehen.

Wer nicht auf aktuelle Mode verzichten möchte, der sollte seine alte Bekleidung online gebraucht anbieten. Darüber freuen sich nicht nur die neuen Besitzer, auch der eigene Geldbeutel wird wieder gefüllt.

Fazit – bewusst hinschauen und entscheiden

Es lässt sich nachhaltig im Internet einkaufen, oft sogar nachhaltiger als in der eigenen Region. Immerhin gibt es nicht überall Unverpacktläden oder nachhaltige Kleidungsgeschäfte. Allerdings dürfen gerade die Themen Verpackung und Transport nicht vernachlässigt werden. Glücklicherweise bieten viele Shops tolle Lösungen und Kunden können längst auf Lieferdienste setzen, die sich der E-Mobilität verschrieben haben.