Aktuell gibt es keine Einschränkungen bei der Bearbeitung Ihrer Verkäufe durch COVID-19. Alle Informationen hier.

Grüner Wohnen: Nachhaltige Möbel aus natürlichen Materialien

← Zurück zur Ratgeber-Übersicht
 

Jedes Haus und auch jede Wohnung spiegelt den individuellen Stil seiner Besitzer. Die einen lieben klare Strukturen und verwenden viel Glas und Edelstahl in lichtdurchfluteten, minimalistisch eingerichteten Räumen. Andere lieben es, sich mit Antiquitäten oder viel Prunk und Nippes zu umgeben, sodass ein Besucher gar nicht weiß, wohin er den staunenden Blick zuerst lenken soll.

Doch unabhängig vom Stil setzt sich immer mehr der Trend zu natürlichen Materialien durch. Denn diese sind nicht nur ein Ausdruck des individuellen Stils, sondern auch von Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein. Zudem sind diese Möbel oftmals auch noch viel gesünder. Doch welche Materialien kommen dafür überhaupt infrage und welche Vorteile bringen sie?

Welche Materialien gelten als „natürlich“?

Früher war die Auswahl noch sehr begrenzt, sodass sich die meisten Menschen mit Möbeln aus Holz zufriedengaben. Der Vorteil: Die Möbel aus Massivholzmöbel waren nicht nur sehr stabil und langlebig, sondern auch gesund, da sie nicht mit giftigen Lacken bearbeitet wurden.

Solche älteren oder sogar antiken Möbel sind, wenn auch in nachgeahmter Weise, auch heute noch sehr beliebt. In der Tat gibt es mittlerweile eine große Auswahl an preiswerten Retro Möbeln, die online gekauft werden können. Dabei haben Sie sogar eine große Auswahl verschiedener Stilrichtungen wie beispielsweise asiatische Bambusmöbel, skandinavische Kiefermöbel im Landhaus-Look, italienische Möbel aus Nussbaum oder mexikanische Möbel aus hochwertiger Akazie oder Palisander.

Abgesehen vom Massivholz gelten auch Stein, Beton, Lehm, Ziegel und Kalkputz beim Bauen als natürliches Material. Da der Trend in den letzten Jahren auch viel zu veganen Materialien reicht, sind vor allem im Innenbereich natürliche Materialien wie zum Beispiel Kork, Bambus, Keramik oder verschiedene Metalle sehr beliebt geworden.

Nachhaltige Möbel

Vorteil natürlicher Materialien: sie sind ökologisch wertvoll

Immer mehr Hersteller und auch Kunden achten darauf, dass die genutzten Materialien regional verfügbar sind und aus nachwachsenden Rohstoffen bestehen. Dadurch reduziert sich die Beschaffung und der Transport des Materials und hat keinen negativen Einfluss auf die CO2-Bilanz. Obwohl viele Hersteller hier durch die Förderung von Klimaschutzprojekten eine Art Wiedergutmachung leisten, wenn Sie Hölzer aus dem Ausland beziehen.

Der Nachweis für nachhaltige Bewirtschaftung der Wälder und eine umweltverträgliche Fertigung wird durch verschiedene internationale Gütesiegel erbracht. Beispielsweise FC und PEFC-Zertifikate. Aber auch schadstofffreie und qualitativ hochwertige Möbel, die ökologisch gefertigt sind, erhalten Siegel wie den Blauen Engel, das GS-Siegel oder das Goldene M. Darauf sollte der Verbraucher beim Kauf unbedingt achten. Auch wenn solche hochwertigen und besonders ausgezeichneten Qualitätsprodukte etwas teurer sind. Andererseits handelt es sich quasi um eine Anschaffung fürs Leben.

Massivholzmöbel wirken positiv auf die Gesundheit

Nicht nur Holzmöbel, auch Holzhäuser sind sehr beliebt, weil sich die Bewohner darin sehr wohlfühlen. Sie berichten von dem Gefühl der Naturverbundenheit, der auch durch den Holzgeruch unterstützt wird. Dazu kommt, dass Massivholz sogar die Fähigkeit besitzt, den Blutdruck zu senken, den Schlaf zu verbessern und die Konzentrationsfähigkeit zu steigern. Dies spricht vor allem für den Einsatz von Büromöbeln und Betten aus natürlichem Holz.

Holz und Leder sind strapazierfähig und langlebig

Massivholzmöbel oder strapazierfähige Lederbezüge halten einiges aus und sind daher besonders langlebig. Das kommt auch dem Haushaltsbudget zugute, denn die Möbel müssen nicht laufend ersetzt werden!

Bei Leder haben viele Menschen noch Vorbehalte, da für die Produkte Tiere getötet werden. Es darf zudem auch nicht von Wildtieren oder bedrohten Arten stammen. Dazu kommt, dass die notwendige Gerbung nur mit umweltfreundlichen Verfahren und Mitteln erfolgen darf. Also beispielsweise ohne Chrom, Aluminium oder Titan. Auch die Färbung muss schwermetallfrei sein und möglichst durch Pflanzenstoffe erfolgen.

Mittlerweile sind sogar vegane Alternativen zu Leder erhältlich. Darunter beispielsweise Ananas- oder Apfelleder sowie Kakteenleder aus Mexiko. Aber auch Kork (aus der Korkeiche) lässt sich zu Leder verarbeiten. Und sogar Kombucha, Pilze, Papier oder Teakblätter eignen sich als Rohstoff zur Lederherstellung.

Second Hand, Restauration, Recycling und Upcycling

Da diese Möbel und Rohstoffe so widerstandsfähig sind, können sie auch problemlos restauriert oder recycelt werden. Und sie lassen sich als Second Hand Produkt auch gut weiterverkaufen, wenn sie dem Besitzer nicht mehr gefallen.

Beim Recycling können aus alten Möbeln durch neue Anstriche, Polsterungen oder Bezüge neue individuelle Designerstücke entstehen.

Beim Upcycling kommt es sogar zu noch kreativeren Neuschöpfungen. Denn hier werden teilweise Abfallprodukte einem völlig neuen Zweck zugeführt. Beispielsweise lassen sich aus Paletten oder alten Kisten Tische oder Regale bauen. Alte Autoreifen oder Koffer können zum Sessel mutieren. Der Kreativität sind hier wahrhaftig keine Grenzen gesetzt.

Worauf achten verantwortungsvolle Biömöbelhersteller?

Viele Hersteller versuchen, so viele Standards wie möglich zu erfüllen, um dem Kunden einwandfreie ökologische Produkte zu bieten. Dabei liegt der Schwerpunkt besonders auf einem zertifizierten europäischen Holz, um kurze Transportwege und einen geringen CO2-Ausstoß zu gewährleisten.

Dazu kommt der Verzicht auf schädliche Lacke – stattdessen kommen Biofarben und Bioöle zum Einsatz. Durch den Versand in Öko-Verpackungen entfällt außerdem schwer abbaubarer Restmüll, denn es kommen typischerweise recycelbare Kartons zum Zug.

Viele achten auch intern darauf, dass Verwaltung und Vertrieb klimafreundlich ablaufen. Häufig nutzt der Betrieb Ökostrom und unterstützt zusätzlich verschiedene Projekte zur CO2-Kompensation. Besonders Projekte zur Wiederaufforstung von Wäldern sind hier sehr beliebt.

Wenn auch Sie in Zukunft planen, Ihr Zuhause nachhaltiger zu gestalten, sollten Sie folgende Dinge unbedingt beachten: Entscheiden Sie sich für ökologisch vertretbare und natürliche Materialien, sie nicht nur etwas Gutes für Sie, sondern auch der Umwelt tun. Das betrifft nicht nur die Möbel, sondern auch die restliche Ausstattung.

Die Verwendung nachhaltiger Konsumgüter bedeutet keine problematische Einschränkung. Sie können dennoch verschiedene Stile, Farben und Materialien auswählen, um sich Ihren individuellen Wohntraum zu verwirklichen. Und der Verzicht auf synthetische Stoffe oder schädliche Inhaltsstoffe kommen besonders Ihrer Gesundheit und der Ihrer Kinder zugute.